Die Notfallseelsorge im Landkreis Sigmaringen

 
Wenn das Leben plötzlich aus den Fugen gerät, braucht es Menschen, die da sind. Ein schwerer Unfall, ein Todesfall, ein Suizid, ein Brand oder eine andere akute Krisensituation kann Menschen völlig unvorbereitet treffen. Die Notfallseelsorge im Landkreis Sigmaringen begleitet Betroffene in solchen Situationen: unmittelbar, vertraulich und überkonfessionell.
 
Seit 2001 ist die Notfallseelsorge ein verlässlicher Partner für Angehörige, Augenzeugen, Helferinnen und Helfer sowie Einsatzkräfte. Rund 50 ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger stehen dafür rund um die Uhr zur Verfügung. Im Jahr 2025 waren sie bei knapp 300 Einsätzen im Landkreis Sigmaringen im Einsatz.
  

Ansprechperson

aus dem Seelsorgeteam
Pastoralreferent, Klinikseelsorge
 

Weitere Informationen

unter www.nfs-sigmaringen.de oder auf Instagram unter psnv.sigmaringen
 
Kontakt:
Winfried Fritz, Sprecher der Notfallseelsorge Sigmaringen
winfired.fritz@nfs-sigmaringen.de 
 
Der NFS-Bär
  

  •  24/7 Rufbereitschaft
  • Erkennbar durch die Einsatzkleidung mit dem Logo des Landkreises und dem Schriftzug „Notfallseelsorge/PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung)“
  • Wir arbeiten eng mit eng mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten zusammen
  • Etwa 50 ehrenamtliche Mitarbeitende im Landkreis Sigmaringen
  • Im Jahr 2025 knapp 300 Einsätze
  

Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Leitstelle in Ravensburg. Die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger sind an ihrer Einsatzkleidung mit dem Schriftzug „Notfallseelsorge/PSNV“ erkennbar.
 
Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zusammen. Zum Angebot gehört auch ein Dolmetscherpool, damit Menschen in besonders belastenden Situationen möglichst auch in ihrer Muttersprache begleitet werden können.
  

Wenn Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei zu einem Einsatz gerufen werden, liegt ihr Schwerpunkt auf der medizinischen Versorgung, der Gefahrenabwehr und der Sicherung des Einsatzortes. Die Notfallseelsorge kümmert sich in dieser Zeit um die Menschen, die emotional von einem Ereignis betroffen sind.
Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger kommen beispielsweise zu Menschen,
 
  • die einen Angehörigen oder nahestehenden Menschen verloren haben,
  • die einen schweren Unfall oder ein anderes traumatisches Ereignis miterlebt haben,
  • die Erste Hilfe leisten mussten,
  • die auf eine Todesnachricht vorbereitet oder dabei begleitet werden,
  • die nach einem plötzlichen Ereignis nicht wissen, wie es weitergehen soll,
  • oder die als Einsatzkräfte selbst Unterstützung benötigen.
Dabei geht es zunächst nicht darum, Antworten oder Lösungen zu finden. Die Notfallseelsorge hört zu, bleibt bei den Betroffenen und hilft dabei, die ersten Stunden nach einem belastenden Ereignis zu bewältigen. Sie unterstützt auch bei ganz praktischen ersten Schritten, etwa beim Kontakt zu Angehörigen.
  

Notfallseelsorge ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wer diesen Dienst übernimmt, braucht unter anderem Empathie, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen professionell zu handeln und zugleich die notwendige persönliche Distanz zu wahren.
 
Die Ausbildung umfasst 120 Unterrichtseinheiten über zwei Jahre. Dazu gehören unter anderem Gesprächsführung, seelsorgliche und spirituelle Angebote sowie die Vorbereitung auf besondere Einsatzsituationen. Voraussetzung sind außerdem ein Eignungsgespräch und die kirchliche Beauftragung. Regelmäßige Supervision unterstützt die Mitarbeitenden dabei, die eigenen Erfahrungen aus den Einsätzen zu reflektieren und langfristig gesund in diesem anspruchsvollen Ehrenamt zu bleiben.
 
Bild des Leitungsteams: von li nach re: Daniela Ziemer, Johannes Schramm, Winfried Fritz, Stefanie Gäble, Bernd Weinmann, Silke Haag.
 

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen?

Die Psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis Sigmaringen wird rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ehrenamtlich geleistet.
Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden, alle Einsätze sind kostenfrei.
Für Fahrten, Einsatzkleidung, Ausrüstung, Supervision und Fortbildungen sind wir daher auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns und sagen DANKE für jeden Beitrag:
Spendenkonto:
Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen e.V.,
IBAN: DE43 6535 1050 0000 1591 40,