Gemeinsam glauben – Gemeinsam gestalten
24.06.2026 |
Seit vielen Jahren engagieren sich Gabriele Roppelt, Renate Büttner und Hans Steurer im Arbeitskreis Ökumene unserer Seelsorgeeinheit. Was sie verbindet, ist die Überzeugung: Vieles von dem, was Christen trägt, ist stärker als das, was sie unterscheidet. Mit Offenheit, Mut und großer Freude gestalten sie gemeinsame Gottesdienste und Aktionen, die Menschen zusammenführen und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ermöglichen. Ihr Ehrenamt zeigt, wie lebendig Ökumene sein kann – nicht als Theorie, sondern als gelebte Gemeinschaft, die verbindet, bereichert und Hoffnung schenkt.
Der Arbeitskreis Ökumene setzt sich für gemeinsame Aktionen in unserer Seelsorgeeinheit ein. Ihnen ist die Vielfalt wichtig, sie schauen auf das was uns gemeinsam prägt und stärkt.
Name: Frau Gabriele Roppelt, Renate Büttner und Herr Hans Steurer aus Sigmaringendorf setzen sich schon lange im Ak-Ökumene ein.
Sie sind noch in anderen Ämtern wie, Kirchenchor, Gemeindeteam aktiv. Seit Jahrzehnten verbunden mit Ihrer Gemeinde, setzen sich ein, sind da und können wahrlich von einem großen Erfahrungsschatz berichten. Für kurzfristige Projekte immer zu haben.
Was ist die konkrete Aufgabe des AK-Ökumene?
Wir setzen uns dafür ein, dass die Ökumene in Sigmaringen und Umgebung funktioniert. Für uns heißt es konkret, mal über den Tellerrand zu schauen, und wahrnehmen was noch da ist. Was machen Andere und wir holen uns Impulse aus andren Glaubensrichtungen die einen bereichern.
1. Wie kamen sie zu diesem Ehrenamt?
Frau Roppelt: Frau Cordula Hammer hat mich angesprochen. Mir war gar nicht bewusst, dass es so eine Gruppe gibt. Dieser Gedanke hat mich sofort begeistert, denn durch mein eigenes Aufwachsen in einer sehr glaubens- offenen Familie war ich interessiert. Meine Großmutter überlebte als Jüdin das KZ, heiratete einen Protestanten.
Frau Büttner: Das Zusammenspiel von Pfarrer Andris, Pfarrerin Berner, war eigentlich schon immer ökumenisch geprägt.
Frau Büttner: Das Zusammenspiel von Pfarrer Andris, Pfarrerin Berner, war eigentlich schon immer ökumenisch geprägt.
2. Besondere Fähigkeiten, die Ihre Tätigkeit erfordert
Auf Menschen zugehen, sehr offen sein, verbunden mit einem gewissen Interesse auch was den anderen Glauben angeht. Eine Freude mit anderen Menschen zu gestalten. Zeitlich ist es gut zu meistern, wir treffen uns 4-5-mal im Jahr.
3. Was ist das Besondere an Ihrem Tun, bzw. was gefällt Ihnen?
Für die Menschen vor Ort etwas bewegen. Besondere Gottesdienstformate. Im Januar gestalten wir gemeinsam den Gottesdienst für die Einheit der Christen, wir gestalten gemeinsam den Pfingstmontagsgottesdienst auf dem Marktplatz in Sigmaringen und den Gottesdienst am Schöpfungstag im September an der Donaubühne.
4. Was ist Ihre Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Frau Büttner: Zuerst war es die Verbundenheit zu meiner Freundin. Meine Tätigkeit als Lehrerein machte die Not sichtbar – an unserer Schule fand quasi schon lange ökumenischer Religionsunterricht statt. Den Kindern und Eltern gefiel das. Mich motiviert das Handeln Jesu: Jesus würde heute vermutlich auch fragen: Was habt Ihr aus meiner Botschaft gemacht?
Jesus würde die Tische umschmeißen! Diese Kraft, dieser Mut zu handeln, des motiviert mich.
5. Von wem bekommen Sie Anerkennung und Wertschätzung für Ihre Tätigkeit?
Von den Menschen vor Ort. Durch direkte persönliche Ansprache, auch lernt man neue Menschen kennen. Es hat sich noch nie jemand beschwert, des allein ist Motivation genug. Die Anzahl der Gottesdienstbesucher wächst ständig.
6. Erfährt Ihr persönlicher Glauben eine Bereicherung durch Ihre Tätigkeit?
Ja, insofern, dass es auch anders geht. Der eigene Horizont wird erweitert. Durch die Atmosphäre der Gottesdienste ist es jedes Mal ganz besonders.
Durch mein persönliches Tun, kann ich an der Basis was bewegen, man darf nicht nur nehmen, für mich ist Glauben auch die Botschaft weitergeben.
Mein Engagement an der Basis bewirkt die Freude: „Ein kleines gesehen werden, schön, dass Ihr das macht.“
Es sind manchmal Kleinigkeiten…die einfach guttun.
7. Was schätzen Sie an der christlichen Kirche besonders?
Die Botschaft Jesu.
Viele Werte sind gleich, wir beten alle zum gleichen Gott.
8. Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, die Ihren Auftraggeber (SE/oder
Den Frauen das diakonische Amt ermöglichen. Das Zölibat abschaffen.
Den Kindern und Jugendlichen Angebote und Aktionen ermöglichen, die sie beheimaten und ihnen einen Halt geben.
10.Ein besonderes Erlebnis aus Ihrer Tätigkeit…
Fr. Büttner: Aus meiner Tätigkeit als Lehrerin kam eine Muslimin, ihr Kind nahm am Religionsunterricht teil. Sie brachte mir den Koran und bat mich, diesen zu lesen.
Ein ergreifendes Bild, Jesus würde die Tische umschmeißen, er würde handeln und voran gehen. So, erlebe ich diese Gruppe, bei allem was die Welt gerade erlebt, hier steht eine Gruppe, die sich für die gemeinsame Botschaft einsetzt, sie gestalten die Einheit. Wir sind Christen, wir glauben alle an den einen Gott. Inzwischen gibt es da so viele verschiedene Richtungen.
Die Freien Christengemeinde, die evangelischen und katholischen Kirchen, die Orthodoxen in ihren verschiedenen Richtungen.
Das Gespräch führte
Christine Brückner,
Referentin für Engagementförderung



